HOSPIZ in Koblenz –
Würdevoll leben bis zuletzt

Historie

Von der Gründung bis heute

2020 – Trauer um Gisela Textor

Am 15. März 2020 verstarb die ehemalige Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins e.V.

Gisela Textor hat seit 1995 den Koblenzer Hospizverein mit aufgebaut, zunächst als koordinierende Hospizfachkraft, später als Vorsitzende und Geschäftsführerin. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Hospizarbeit in Koblenz in die Öffentlichkeit gerückt und ein bis heute funktionierendes Netzwerk gespannt wurde.

Auf Landesebene war Gisela Textor seit 1998 als Mitglied im Vorstand des Hospiz - und PalliativVerbandes Rheinland-Pfalz engagiert und vertrat dort die Interessen aller angeschlossenen regionalen Mitgliedsverbände gegenüber der Politik. Von 2005 bis Anfang 2020 war sie Vorsitzende dieses Verbandes und gehörte von November 2014 bis Sommer 2019 auf Bundesebene dem Vorstand des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e.V. an. Als Mitglied der ersten Stunde der AG Palliative Care und auch der später gegründeten Verhandlungsgruppe hatte sie zudem entscheidenden Anteil an der Umsetzung der spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV) in Rheinland-Pfalz.

Für ihr außergewöhnliches Engagement und ihre Verdienste um die Hospizarbeit wurde Gisela Textor am 28. November 2018 mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Der gelernten Krankenschwester war es ein großes Anliegen, Hospiz als Haltung, als Kultur verstanden zu wissen. Sie hat der Öffentlichkeit nahe gebracht was es heißt, das Versprechen einer Wegbegleitung bis zuletzt einzuhalten. Sie hat eine Gemeinschaft von Ehrenamtlichen ausgebildet und mitgeprägt, die bis heute Sterbebegleitung als gesellschaftlichen Beitrag verstehen. In der Festschrift zum 20jährigen Bestehen des Hospizvereins findet sich ein Zitat von Gisela Textor in Würdigung an die Vereinsgründerin Schwester Mechtild: „Es war und ist bis heute für mich gefühlsmäßig so, dass ich ein Erbe angetreten habe – ein Erbe von Sr. Mechtild. In ihrem Sinne wollte und will ich weitermachen. Nicht genauso, sondern auf meine Art und mit meinen Möglichkeiten.“

Wir werden in ihrem Sinn unsere Wege gehen, auf unsere Art und mit unseren Möglichkeiten. In tiefempfundenem Respekt und Dank für ihr geleistetes Lebenswerk.

2019 – Hospiz feiert zwei Jubiläen

20 Jahre stationäres Hospiz St. Martin
Im Februar feiert das stationäre Hospiz mit einem Festakt im Evangelischen Stift St. Martin sein 20-jähriges Bestehen. Oberbürgermeister David Langner hebt in seinem Grußwort Dank und Anerkennung für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden hervor.

10 Jahre SAPV im Koblenzer Hospizverein e.V.
Die Einführung der SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) im Koblenzer Hospizverein e.V. feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Im Durchschnitt werden derzeit ca. 40 Patienten pro Monat von den ambulanten Hospiz- und Palliativfachkräften in der SAPV versorgt.

2018 – Trauer um Schwester Mechthild / Landesverdienstorden für Gisela Textor

Trauer um Schwester Mechthild
Schwester Mechthild Hoffend verstirbt Anfang Mai im Alter von 94 Jahren. Sie war die Initiatorin einer Bewegung, die dem stationären, ambulanten sowie dem Kinder- und Jugendhospiz in Koblenz zum Leben verholfen hat.

Landesverdienstorden für Gisela Textor
Gisela Textor, Mitglied im Vorstand des DHPV und Leiterin der Fachgruppe Ehrenamt, wird am 28. November für ihre Verdienste um die Hospizarbeit mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

2016 – 25-jähriges Vereinsjubiläum / Neue Geschäftsführung

25-jähriges Vereinsjubiläum mit vielen Veranstaltungen
Der Koblenzer Hospizverein e.V. feiert sein 25-jähriges Bestehen. Der Festakt findet Ende Juni im historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz statt. Das Jubiläum wird begleitet von vielen kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins in der Region.

Neue Geschäftsführung
Ina Rohlandt wird ab November neue Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizverein e.V.
Gisela Textor wird nach 20-jähriger Tätigkeit für den Hospizverein in den Ruhestand verabschiedet.

2013 – Versorgungsvertrag für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Hospizgesellschaft Koblenz GmbH schließt mit den Krankenkassen erneut einen Versorgungsvertrag für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Seit 01.05.2013 arbeitet das SAPV-Team in Koblenz und Umgebung.

 

 

 

2012 – Kündigung des SAPV-Versorgungsvertrages

zum 31. März 2012 Refinanzierung nicht gewährleistet.

2009 – Gründung der Hospizgesellschaft Koblenz GmbH

Aufgabe und Ziel der Hospizgesellschaft Koblenz GmbH ist der Aufbau des Hospiz- und Palliative Care-Stützpunktes für Koblenz  und Umgebung. Ein zum Stützpunkt gehörendes Palliative Care Team, bestehend aus PalliativmedizinerInnen und Palliativpflegefachkräfte wird zusammen mit Kooperationspartnern in einer 24 Stunden Ruf- und Kriseninterventionsbereitschaft für Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige erreichbar sein.

2006 – Eröffnung des ambulanten Kinderhospizes

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung „ 15 Jahre Koblenzer Hospizverein e.V.“ wird die Gründung des damals ersten ambulanten Kinderhospizes in Rheinland-Pfalz bekannt gegeben.

1999 – Eröffnung des stationären Hospizes St. Martin

In Kooperation mit dem Gesundheitszentrum Evang. Stift St. Martin wird in der Kurfürstenstraße 80 das stationäre Hospiz St. Martin mit 8 Betten errichtet.

1997 – Aufbau Ambulante Hospiz- und Palliativberatung

Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Rheinland Pfalz verhandelt mit AOK erfolgreich Kostenbeteiligung an der Hospizarbeit in Höhe von 60 %. Damit wird die Einstellung fachkompetenter MitarbeiterInnen und die Schulung weiterer ehrenamtlicher MitarbeiterInnen ermöglicht.

1995 – Neuer Vorstand

Ein ehrenamtlicher Geschäftsführer übernimmt die Leitung des Vereins und die erste hauptamtliche Mitarbeiterin wird eingestellt. Die geleistete Öffentlichkeitsarbeit, in der Hauptsache Vortragsveranstaltungen und Benefizkonzerte, informiert die Menschen und hilft, die Themen Sterben und Tod aus der Tabuzone herauszuholen. Die Wachstumsphase beginnt, die Anzahl der Begleitungen und die der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen wächst.

1991 bis 1994 – Aufbau

Mitglieder werden geworben und ehrenamtliche MitarbeiterInnen gesucht. Die Fortbildung der HospizhelferInnen wird zu einem wichtigen Kriterium, da die eigentliche Aufgabe, die Begleitung schwerstkranker, Sterbender und ihrer Familien von Sr. Mechthild und den examinierten Krankenschwestern wahrgenommen wird.

1991 – Gründung

Zusammen mit einigen ehrenamtlich arbeitenden Krankenschwestern schafft Schwester Mechthild Hoffend die Basis für eine erfolgreiche Hospizarbeit.