HOSPIZ in Koblenz –
Würdevoll leben bis zuletzt

Das Herz wurde berührt …

Gleich zu Beginn des neuen Jahres konnten wir Mechthild Schroeter-Rupieper, Gründerin der Familientrauerarbeit in Deutschland, für einen Workshop und eine Lesung gewinnen.

Mechthild Schroeter-Rupieper, Jahrgang 1964, ist Erzieherin und Gründerin der Familientrauerbegleitung in Deutschland und europaweit als gefragte Fortbildungsreferentin tätig. Sie schreibt Bücher für Pädagogen und Familien zum Umgang mit der Trauer. Daneben begleitet sie trauernde Familien im Ruhrgebiet, gibt Schulungen in Kitas und Schulen und leitet Kinder- und Jugendtrauergruppen.

Am Nachmittag des 14. Januar 2019 füllte sich der Seminarraum in der Geschäftsstelle mit haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden des Hospizvereins. Frau Schroeter-Rupieper verknüpfte anschaulich Erfahrungsberichte mit Methoden, um Wege mit und aus der Trauer darzustellen.

Am Abend las sie im Campus Koblenz aus ihrem Buch: „ Geschichten, die das Leben erzählt, weil der Tod sie geschrieben hat“: Der Lehrer traut sich und seinen Schülern zu, nach dem Tod einer Mutter die Trauerbegleiterin in die Klasse einzuladen. Eine demente alte Mutter besucht ihr Kind am Sarg. Sina möchte wissen, wie die Seele in den Himmel kommt, wenn doch der Körper im Grab liegt. Paul schluckt die Trauer runter, mit Fanta und Chips, und manchmal haut er zu. Über diese traurigen, tiefen und alltäglichen, schönen und manchmal skurrilen Geschichten aus ihrem ganz normalen Arbeitsalltag berichtete Frau Schroeter-Rupieper mit viel Herzenswärme und einer Kompetenz, die Menschen anspricht und berührt, für die Trauer zum Leben gehört.

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