Rückblicke 2016

"Das Lebenswerk der Schwester Mechthild"

Die Fernsehsendung "Landesschau Rheinland-Pfalz" hat einen Artikel zum Thema "Das Lebenswerk der Schwester Mechthild" veröffentlicht.


Hier geht es zum Artikel des SWR



Hospizstiftung erhält Anerkennungsurkunde

Die vom Koblenzer Hospizverein eingerichtete Hospizstiftung ist von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) als rechtsfähige öffentliche Stiftung anerkannt worden. ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann überreichte laut Pressemitteilung die Anerkennungsurkunde an Maya Darscheid, Vorsitzende des Koblenzer Hospizvereins, und Gisela Textor, Vorstandsvorsitzende der Koblenzer Hospizstiftung ...


Den gesamten Artikel lesen


„Sax und Gesang“ in der Florinskirche

Benefizkonzert des KammerChors Koblenz war ein voller Erfolg

Zum 25jährigen Jubiläum des Koblenzer Hospizvereins gab der Kammerchor Koblenz unter der Leitung von Thomas Sorger am 12. Juni ein Benefizkonzert in der Koblenzer Florinskirche.


Zusammen mit dem Cologne Saxophone Quintet hat der KammerChor Koblenz in einer sehr gut besuchten Florinskirche „Typisches und Grenzüberschreitendes, Bekanntes und Unerhörtes“ zu Gehör gebracht. Kompositionen von Benjamin Britten standen ebenso auf dem Programm wie Werke von Max Reger, Volkslieder anderer Nationen und weltbekannte Hits u.a. von Sting. Chor und Quintet begeisterten sehr und das Publikum ließ sie ohne Zugabe nicht gehen.


„Was sich mit so sorgfältig trainierten Stimmen wie denen des Kammerchors machen läßt, demonstriert Chorleiter Thomas Sorger sehr eindrucksvoll.“ so die RZ in Kultur lokal. Es war ein Konzert der besonderen Klasse, auch ein Experiment, so Chorleiter Thomas Sorger. Denn zum ersten Mal wurde der Kammerchor unterstützt und ergänzt von einem Saxophon Quintett. Der lang anhaltende Applaus zeigte allen Aktiven, dass es ein gelungenes Experiment war.


Die Einnahmen aus diesem Konzert in Höhe von 1500 Euro haben nun die Vorsitzende des Chors, Katharina Richter und der Chorleiter Thomas Sorger bei einem Besuch in der Geschäftsstelle des Vereins überreicht. Geschäftsführerin Gisela Textor:“ Wir freuen uns sehr über diese Spende und werden den Betrag für die Trauerausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen verwenden.“


 

25 Jahre Koblenzer Hospizverein würdig mit einem Festakt gefeiert

Vor 25 Jahren, am 27. Juni 1991, wurde der Koblenzer Hospizverein von 22 Menschen, darunter die Initiatorin und Mitbegründerin Schwester Mechtild Hoffend gegründet.


Genau 25 Jahre später, am 27. Juni 2016 hat der Koblenzer Hospizverein mit einem Festakt im Historischen Rathaussaal dieses besondere Ereignis gefeiert. Eingeladen und gekommen waren Mitglieder, Weggefährten, Kooperationspartner, Sponsoren und Unterstützer, Paten und haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ebenso Stadtratsmitglieder sowie die Bürgermeisterin Frau Hammes-Rosenstein.


Sie wurden von der Vorstandsvorsitzenden Maya Darscheid begrüßt, die in einem Rückblick in die Gründungszeit darauf aufmerksam machte, dass vor 25 Jahren Sterben und Tod ein gesellschaftliches Tabu war und meist verdrängt wurde.


Aus den anschließenden Grußworten des Oberbürgermeisters Prof. Dr. Hofmann-Göttig, des Staatssekretärs David Langner, des stellvertretenden Dechants Stephan Wolff und von Martin Pietsch, der in Vertretung des Superintendenten Rolf Stahl sprach, konnten die Zuhörer entnehmen, wie wichtig und wertvoll die Arbeit des Koblenzer Hospizvereins ist. Eigene Erfahrungen und Erlebnisse wurden von den Rednern ebenso beschrieben wie auch der Wunsch, dass sich der Koblenzer Hospizverein weiterhin des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements erfreue.


Gerda Graf, Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V., machte in ihrer Festrede „Hospizidee im Focus der Gesellschaft“ deutlich, dass der Koblenzer Hospizverein e.V. mit seinen Bereichen ambulantes Erwachsenenhospiz, ambulantes Kinder- und Jugendhospiz, stationäres Hospiz St. Martin und den vielen Kooperationspartnern sehr gut aufgestellt sei. Gisela Textor, Geschäftsführerin des Vereins und Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Rheinland-Pfalz sei maßgeblich daran beteiligt, dass Koblenz und Rheinland-Pfalz bundesweit eine Vorreiterposition einnehme. Sie hob hervor, dass das im Dezember 2015 verabschiedete Hospiz- und Palliativgesetz dringend erwartet und gebraucht wurde, um zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland beizutragen. Frau Graf wünschte allen Wirkenden im Koblenzer Hospizverein weiterhin viel Kraft und Energie, um den noch anstehenden Projekten wie die Begleitung wohnungsloser Menschen und Asylsuchenden gerecht zu werden.


Für 20 Jahre und 10 Jahre ehrenamtlicher Zugehörigkeit wurden geehrt: Dagmar Janßen, Barbara Beisel, Gabriele Eisel, Ilse Troska-Lewe, Heidi Thielmann und Joachim Ohse. Die Geschäftsführerin Gisela Textor überreichte jedem, verbunden mit einem sehr persönlichen Dank, Ehrennadel und Blumengruß. Geehrt wurde auch die Mitbegründerin Schwester Mechtild Hoffend. Sie, die vor 2 Jahren ihren 90. Geburtstag feierte, richtete das Wort an die Gäste und ließ alle nochmals an der Gründung und Anfänge des Hospizvereins teilhaben. Mit der Ehrung für ihre 20jährige Hospiz- und Vereinsarbeit wurde die ehemalige Vorsitzende und jetzige Geschäftsführerin Gisela Textor vom Vorstand des Vereins ausgezeichnet.


Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Ensemble Adafina, das mit ihren schwungvollen musikalischen Interpretationen die Zuhörerschaft sehr begeisterte.



Fotoausstellung "Wegbeleiter im Sterben"

Vom 22. Februar bis 13. März waren in der Citykirche am Jesuitenplatz in Koblenz Fotografien von Werner Feldmann zu sehen, die in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern von Mainzer Kranken- und Altenhilfeschulen sowie Mitarbeitern des Christophorus- Hospizes in Mainz entstanden sind.


Dem Betrachter wurde durch die Fotos das Netz der Wegbegleiter einfühlsam näher gebracht; 22 Momente, die auf ganz individuelle Weise festhalten, wie Sterbebegleitung aussehen kann. Z.B.„Mein treuer Freund“, das Foto eines Sterbenden mit seinem Hund am Bett braucht keine weiteren Erklärungen.


Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer Lesung. André Wittlich las aus dem Buch „Zwanzig Zeilen Liebe“ von Rowan Coleman, ein Roman mit leisen und einfühlsamen Tönen. Der Leser/Zuhörer lebt mitten unter den Gästen im Hospiz, fühlt deren Ängste und Freuden. Aber es geht nicht nur um das Sterben, sondern da ist auch die Hoffnung. Eine junge Liebe beginnt, die nur eine begrenzte Zeit bestehen kann. Trotzdem lassen sich die Liebenden darauf ein Verbunden werden die einzelnen Handlungsstränge durch Abschiedsbriefe der Gäste des Hospiz, die mal voller Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit sind oder aber geschrieben wurden, sich für die begangenen Fehler und verursachte Verletzungen bei seinen Lieben zu entschuldigen.


An diesem Hospiztag soll versucht werden, einige Facetten aufzuzeigen und miteinander zu diskutieren.


Auszug aus einem Brief:

Lieber Len,
tja, wenn du das hier liest, ist es passiert. Und wahrscheinlich sollte ich froh darüber sein – und du auch. Wir beide haben so lange gewartet, und ganz gleich, wie sehr du versucht hast, es vor mir zu verbergen, ich habe dir angesehen, wie sehr dich das alles mitgenommen hat.

Also, meine Lebensversicherungspolice liegt in einem Schuhkarton im Schlafzimmer, auf dem Kleiderschrank unter dem Hut, den ich zur Hochzeit unseres Dominic trug – weißt du noch? Der mit dem Schleier, mit dem ich deiner Meinung nach aussah wie eine Femme fatale? ...


Begleitet wurde die Lesung von der Musikerin Elke Steltner. Sie entlockte ihrem Instrument, einer Harfe, die wunderbarsten Klänge und hat mit ihrer Darbietung die Veranstaltung musikalisch abgerundet.