Rückblicke: Das Jahr 2009

 

19./20 September 2009
Burgunderfest auf der Oberen Löhr

Im Vordergrund der Aktion „Lebensqualität erfordert Initiative“ stand der Kontakt und Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern des diesjährigen Burgunderfestes in Koblenz.

 

Viele angesprochene Passanten haben sich gern auf die Frage „Was ist für Sie Lebensqualität“ eingelassen und ihre Gedanken und Wünsche dazu auf einer Tafel festgehalten.

 

Als kleines Dankeschön wurden sie von den haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Koblenzer Hospizvereins mit einen Tütchen, das vierblättrige Kleeblattsamen enthält, belohnt.

23. September 2009
Koblenzer Hospiztag
Fachtagung zum Thema Spiritualität und Sterben

Mit Prof. Dr. Birgit Heller und Prof. Dr. Andreas Heller aus Wien  konnten zwei namhafte Referenten gewonnen werden, die das Thema „Spiritualität und Sterben „in den Focus dieser Fachtagung stellten.

 

Sterben Gläubige leichter?
Prof. Dr. Birgit Heller nannte Beispiele aus unterschiedlichen  Kulturen und Religionen. In Studien sei belegt, dass Menschen miteinem religiösen Hintergrund ihren Tod häufig besser akzeptieren. Sie stellte Lebens- und Leidensgeschichten verschiedener Menschen vor, u.a. die der Perpetua , einer Frau des 3. Jahrhunderts n.Chr. die aufgrund ihres christlichen Glaubens zum Tode verurteilt wird. Nachdem sie ihr Kind versorgt weiß, ist sie davon überzeugt, dass ihr Martyrium anderen unterdrückten Menschen helfen wird.

 

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung und die Spiritualität der Hospizbewegung

 

Warum sollen sich Bürger für andere Bürger engagieren?
So die Frage von Prof. Andreas Heller. Seine Antwort dazu ist:
Es ist sinnvoll und stiftet Sinn. Die eigene Auseinandersetzung mit dem Sterben vitalisiert das eigene Leben. Die eigene soziale Kompetenz entwickelt sich.


Sein Vortrag war den Pionierinnen der Hospizbewegung Cicely Saunders und Elisabeth Kübler-Ross gewidmet. Sie haben die Hospizbewegung „auf den Weg“ gebracht  Jeder Mensch hat das Recht auf ein würdiges Sterben. Prof. A. Heller beschreibt die  Haltung und Spiritualität der Hospizkultur so: Aus der Perspektive des Betroffenen  fühlen, denken und  handeln, sich mit den Schwachen solidarisch zeigen, ihre Individualität und Autonomie wahren.

Hospiz in Koblenz auf dem Weihnachtsmarkt 2009

In diesem Jahr steht das karitative Häuschen auf dem Koblenzer Münzplatz. Inmitten von Händlern und Gastronomen wurden die BesucherInnen vom 4. bis 7. Dezember von haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Koblenzer Hospizvereins angesprochen, Lose zugunsten der Hospizarbeit zu kaufen.

 

Einer der Hauptgewinne, ein Gutschein für ein Wochenende mit einem Cabrio hat ein Ehepaar gewonnen und zeigte sich darüber sehr erfreut.

Die gesamten 3.200 Sachspenden wurden verlost und haben einen Erlös von € 5.842,00 erzielt. Allen sei gedankt, die zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.

Gründung der Hospizgesellschaft Koblenz GmbH

 

Um die vielen vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen für den Aufbau eines Hospiz- und Palliative Care-Stützpunktes zu nutzen und einzubringen, wurde in der Mitgliederversammlung vom 25. November 2008 die Gründung einer Hospiz-gesellschaft und der Aufbau des Hospiz- und Palliative Care-Stützpunktes beschlossen.

 

Am 22. Mai 2009 wurde die Hospizgesellschaft Koblenz GmbH in das Handelsregister mit dem alleinigen Gesellschafter Koblenzer Hospizverein e.V. eingetragen.

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Koblenzer Bürgermeisterin zu Besuch im stationären
Hospiz St. Martin

 

Beeindruckt zeigte sich die Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein von den neuen Räumen des stationären Hospiz.

 

Ein Rundgang, geführt von Anne Egbert, der Leiterin des stationären Hospiz, ermöglichte ihr Einblick in das Gästebuch vor dem Raum der Stille, in ein Appartement und in den Aufenthaltsbereich.

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Neuer Vorstand

 

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 23. April standen Neuwahlen bestimmter Positionen innerhalb des Vorstandes des Koblenzer Hospizvereins an.

 

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21.04.2009
Welche Bedeutung hat Palliative Care für die Hospizbewegung?

 

Miriam Ohl, Krankenschwester, Dipl.Soz.- Päd./Soz.-Arb.(FH) und stellvert. Leiterin des Hospiz Elias in Ludwigshafen begann ihren Vortrag mit einem kurzen Rückblick über den Werdegang der Hospizbewegung in Deutschland und weltweit. Fachlich professionell, engagiert und authentisch hat sie die ZuhörerInnen wissen lassen, was Hospizarbeit bedeutet und wie sich Palliative Care und der Hospizgedanke miteinander verknüpfen lassen. Viele interessierte Menschen kamen und sind mit Anregungen und auch neuen Erkenntnissen nach Ende des ein-stündigen Vortrags nach Hause gegangen.

14.04. 2009
Fotoausstellung und Autorenlesung im Kundenzentrum KEVAG - Johannesspricht „ Nachdenkliches und Tröstendes über Sterben und Tod „–

 

Das Kundenzentrum der KEVAG war vom 14. bis 28. April das Ziel der Menschen, die sich die Fotoausstellung von Nadine Stange anschauen und dazu die lyrischen Texte von Johannes Münninghoff lesen wollten. Einige dieser Verse hat Johannes Münninghoff alias Johannesspricht aus seinem Buch am Eröffnungsabend der Ausstellung einem konzentriert zuhörendem Publikum vorgetragen:

 

Hand halten
Der Sterbende liegt im Bett
Der Besucher
Es gut meinend
Will zeigen
Dass er da ist
Und legt seine Hand
Auf die des Sterbenden
Und dort liegt sie Tonnenschwer
Für lange Zeit
Und der Sterbende
Wünscht sich nicht sehnlicher
Als das Loslassen

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei der KEVAG/EVM dafür bedanken, dass sie uns die Räume des Kundenzentrums für den Zeitraum der Ausstellung zur Verfügung gestellt hat.

17.03.2009
Schmetterling und Taucherglocke

 

Der Film erzählt die Geschichte des Chefredakteurs der Zeitschrift ELLE Jean-Dominique Bauby. Durch einen Schlaganfall gelähmt, erleidet er das Locked-in-Syndrom und kann nur noch über den Wimpernschlag eines Auges mit Menschen kommunizieren. Diese Möglichkeit nutzt er schließlich, um in einem Buch über sein Leben zu schreiben, zu reflektieren, was den Wert des Lebens bestimmt und auch das Thema Sterbehilfe schließt er nicht aus.

 

Wenige Tage nach Veröffentlichung seines Buches verstarb Jean-Dominique Bauby. Dieser Film hat wieder viele Menschen bewogen, das Kino zu besuchen und somit war die Vorstellung, ebenfalls wie bei dem Film „Kirschblüten“, ausverkauft.

10.03.2009
Themenabend – Grundlagen exzellenter Kommunikation

 

Jeder Mensch will richtig verstanden werden. Dies gelingt nicht immer und doch wollen Menschen grundsätzlich gut miteinander kommunizieren. Herr Prof. Dr. Eduard Zwierlein gab in seinem Vortrag Tipps und Anregungen, wie Hürden überwunden werden können, worin die Achtsamkeit im Gespräch liegen sollte und woraus die Basis einer guten Kommunikation besteht.

03.03.2009
Kirschblüten – Hanami

 

Ein Film von Doris Dörrie mit Hannelore Elsner und Elmar Wepper in den Hauptrollen. Kirschblüten ist ein zutiefst menschlicher und ergreifender Liebesfilm über zwei Menschen Mitte Sechzig, die durch den Tod getrennt werden und erst dadurch wirklich zueinander finden. Der mehrfach ausgezeichnete Film, der immer wieder Publikum anzieht, hat auch an diesem Abend viele Menschen interessiert und somit für eine ausverkaufte Vorstellung gesorgt.

Rückblick Festakt 10 Jahre stationäres Hospiz St. Martin

 

Am 1. Februar 2009 haben die Stiftung Ev. Stift St. Martin und der Koblenzer Hospizverein zu einem Festakt in die Mehrzweckhalle des Stiftungsklinikums eingeladen.

 

Seit 10 Jahren besteht das stationäre Hospiz St. Martin. In dieser Zeit wurden über 800 Menschen aus Koblenz und dem nördlichen Rheinland-Pfalz von Hospizfachkräften gepflegt, betreut und begleitet.

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