Rückblicke

Festakt 10 Jahre stationÄres Hospiz St. Martin

 

Am 1. Februar 2009 haben die Stiftung Ev. Stift St. Martin und der Koblenzer Hospizverein zu einem Festakt in die Mehrzweckhalle des Stiftungsklinikums eingeladen.

 

Seit 10 Jahren besteht das stationäre Hospiz St. Martin. In dieser Zeit wurden über 800 Menschen aus Koblenz und dem nördlichen Rheinland-Pfalz von Hospizfachkräften gepflegt, betreut und begleitet.

 

250 Gäste haben die Einladung zum Festakt angenommen. Vor der Begrüßung durch die Geschäftsführerin der Stiftung Ev. Stift St. Martin Frau Lucie Schmitz, wurden die Anwesenden mit einer Hommage für Sterbende auf die Grußworte und den Festvortrag eingestimmt.

 


Das Grußwort sprach Ministerialrat Lothar Fleck

 

Die Grußworte sprachen:

  • Ministerialrat Lothar Fleck, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, Rheinland-Pfalz
  • Martina Schüller, Leiterin des Amtes für Jugend, Familie, Senioren, Soziales der Stadt Koblenz
  • Heide Prinzessin von Hohenzollern, Schirmherrin
    von „Hospiz in Koblenz“
  • Dr. Hans D. Fricke, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stiftung Ev. Stift St. Martin, Koblenz,
  • Gisela Textor, Vorsitzende des Koblenzer Hospizvereins

 

Alle Damen und Herren haben die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gewürdigt. „ Sie können stolz darauf sein“ so Frau von Hohenzollern, die seit einigen Jahren die Schirmherrschaft für „Hospiz in Koblenz“ trägt.

 

Den Festvortrag hielt Professor Dr. Franco Rest von der Fachhochschule Dortmund. Er wurde 2006 für seine Verdienste um die Hospizbewegung mit dem Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.

 

 

In seinem Vortrag „Gibt es ein Zurück zur Hospizlichkeit“ sprach er über die Geschichte der Hospizidee, Grundhaltung zu Sterben und Tod, erinnerte daran, dass alle Menschen Betroffene sind, formulierte die Hospizidee und schloss mit einem Gedicht von Rainer Maria Rilke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind gegeben unter hundert Quäler,
und, angeschrien von jeder Stunde Schlag,
kreisen sie einsam um die Hospitäler
und warten angstvoll auf den Einlasstag. 
Dort ist der Tod. 
Nicht jener, dessen Größe
sie in der Kindheit wundersam gestreift,
Dort ist der Tod. 
Nicht jener, dessen Größe
sie in der Kindheit wundersam gestreift,
der kleine Tod, wie man ihn dort begreift;
ihr eigener hängt grün und ohne Süße
wie eine Frucht in ihnen, die nicht reift. 
Oh Herr, gib jedem seinen eigenen Tod. 
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not.
Denn dieses macht das Sterben fremd und schwer,
dass es nicht unser Tod ist; einer der
uns endlich nimmt, nur weil wir keinen reifen. 

Drum geht ein Sturm, uns alle abzustreifen.