Rückblicke

Das Meer in mir –
Kinoabend am 29. Januar 2008 im Atelier, Koblenz

 

Bereits Anfang Januar war die Organisation abgeschlossen. Der Kinosaal war reserviert, die Plakate gedruckt und verteilt, der Presseartikel geschrieben und an die Zeitungen versendet. Nun brauchten nur noch die Besucher kommen.

 

Wir wußten, dass zwei Tage später Schwerdonnerstag ist und waren gespannt, ob dieses Veranstaltungsangebot von den Koblenzer Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Welche Überraschung! Bereits 15 Minuten nach Einlass waren alle Plätze im Kino besetzt und Ingrid Goldhorn, Mitglied des Vorstandes, konnte das Publikum herzlich begrüßen.

 

Dann tauchten die Kinobesucher mit der Hauptfigur des Films, Ramon Sampredo, in das Meer ein. Die authentisch verfimte Lebensgeschichte berichtet von seinen Bemühungen, für sich das Recht der Sterbehilfe vor Gericht zu erstreiten. Durch einen Badeunfall querschnittsgelähmt, wird er seit 26 Jahren von seiner Familie gepflegt. Während des Prozessverlaufs lernt er Menschen kennen, die ihn aus unterschiedlichsten Beweggründen unterstützen und ihm ihre Freundschaft anbieten. Eindeutig ist jedoch, dass die Menschen, die Ramón lieben, seine Entscheidung zu sterben,  letztendlich akzeptieren.

 

Nach Filmende boten wir den Kinobesuchern an,  mit den Referenten Pfarrer Volker Wimmer, Seelsorger im Ev. Stift, Dr. Bettina Dieterle, Schmerztherapeutin im Klinikum Kemperhof und Ursula Büchel-Roßbruch, Koordinatorin im Hospiz in Koblenz, zu diskutieren. Viele blieben, da das Bedürfnis, in Austausch zu kommen, groß war.